5 Tipps für eine optimal geplante Mountainbike-Tour 
– mit Kindern –

Eine Mountainbike Tour mit der ganzen Familie macht den Sommer erst so richtig schön – da sind sich so ziemlich alle Mountainbike-Fans einig. Bevor‘s auf Tour geht, sollten aber ein paar wichtige Punkte beachtet werden, damit auch wirklich alle Familienmitglieder was davon haben.

5 Tipps für eine optimal geplante Mountainbike-Tour mit Kids Rock my Trail

Tipp #1: Das richtige Transportmittel wählen

Je älter die Kids werden, desto mehr Kraft haben sie. Während sich die Großen also routiniert selbst aufs Bike schwingen und Almen oder andere Mountainbike-Routen raufstrampeln, lassen sich die Kleinen dann doch lieber als Beifahrer im Kinderfahrradanhänger oder auch im klassischen Kinderfahrradsitz gemütlich von Mama oder Papa durch die Gegend kutschieren.

Eine tolle Kombilösung für größeren Kinder sind Tandemkupplungen: ältere Kids können dank Tandemkupplung selbst aktiv sein, ehe sie sich bei einsetzender Ermüdung dann ans Erwachsenenrad ankuppeln lassen. Die Tandemkupplung hat jedenfalls den großen Vorteil, dass sich die Kinder zuerst auspowern und nach dem Ankuppeln trotzdem noch selbst aktiv sein und fleißig mittreten können. So bleiben sie permanent aktiv, können sich aber ihre Kräfte besser einteilen.

Wichtig: besonders wenn die Kinder Großteils selbst aktiv mit dem Bike fahren, sollten die Fertigkeiten entsprechend ausgeprägt sein und vor allem sollten sich die Kids auf dem Bike sicher fühlen. Für die Fahrt mit kleinen Kids bietet sich ein Kinder-Fahrradanhänger vor allem auch deshalb an, da er neben dem Plus an Komfort auch Platz für 2 Kinder bietet. Außerdem hat er den Vorteil, dass man zusätzliches Gepäck mitführen kann – gerade für längere Touren ist das sicher ein entscheidender Pluspunkt.

Tipp: für Mountainbike-Touren unbedingt auf ein gut gefedertes Modell zurückgreifen, um den Fahrkomfort sowohl für Fahrer als auch Passagier möglichst angenehm zu gestalten.

 

Tipp #2: Die passende Route auswählen

 

Wenn sich die Kinder auf’s Mountainbike setzen, geben sie sich meist nicht mit rein asphaltierten Straßen zufrieden, sondern wollen ihr Mountainbike logischerweise wie die Großen nutzen und damit diverse Alm- und Forstwege erkunden. Dazu sollten sie aber mindestens im Schulalter sein – dies hängt aber natürlich auch von den individuellen körperlichen Voraussetzungen und den eigenen Fähigkeiten ab.

Anfangen sollte man auf alle Fälle mit einer kinderfreundlichen Tour. Das heißt, man wählt einen Kompromisszwischen einem anspruchsvollen Trail und einer asphaltierten Bergstraße. Der feste Untergrund auf der MTB-Route hat den Vorteil, dass man weniger Kraft aufbringen muss und der schmale Trail sorgt für ausreichend Motivation bei den Kids.

Ebenso sollten die Steigungen miteinkalkuliert werden – das Hinunterfahren macht zwar Spaß, aber erstmal muss man hinaufkommen. Der Spaßfaktor ist schließlich wesentlich größer, wenn man die Abfahrt auch entsprechend genießen kann.

Die Kondition und der Wille der kleinen Begleiter spielt bei der Routenwahl auch eine wichtige Rolle. Solange die Kinder selbst Spaß haben, ist alles gut. Wichtig für das Transportieren von Kindern im Fahrradanhänger: regelmäßig Pausen einlegen, damit sich die Kinder die Füße vertreten können. Spielplätze, Schwimmbäder und Eisdielen stehen dabei natürlich ganz besonders hoch im Kurs. 😉

Außerdem sollte man auch im Inneren des Anhängers für Abwechslung sorgen. Dafür eignen sich Bücher, Spielzeug, Kuscheltiere, Schnuller und Co.

 

Tipp #3: Die passende Ausrüstung

Das Mountainbike an sich sollte den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechen. In erster Linie steht die Sicherheit im Vordergrund, daher je nach Können und Routenwahl das entsprechende Bike auswählen. Je nachdem auf welches Transportmittel für die Kinder die Wahl fällt, sollte man im Falle eines Fahrradanhängers ganz besonders auf eine hochwertige Federung setzen. Speziell im Gelände ist eine gute und zuverlässige Federung ein absolutes Muss, gerade für die Kleinsten Passagiere.

Tipp: manuell einstellbare Federungen auf das Gewicht des Kindes sind zwar an sich eine tolle Sache – auf das richtige Einstellen wird in der Praxis allerdings schnell vergessen. Deshalb sind Systeme zu empfehlen, die sich vollautomatisch an das Gewicht des Anhängers einstellen.

Außerdem ist ein zuverlässiges Bremssystem absolut notwendig – gute und zuverlässige Bremsen am Bike sind gerade mit vollbeladenem Anhänger beim Bergabfahren unbedingt erforderlich. Die Bremsen sollte man also vor der Abfahrt unbedingt nochmal prüfen!

5 Tipps für eine optimal geplante Mountainbike-Tour mit Kids Rock my Trail

Tipp #4: Das Fahren mit Mountainbike und Fahrradanhänger will geübt sein

In erster Linie sollte man über gute Fahrkenntnisse mit dem Mountainbike an sich verfügen. Gerade wenn das Bike neu ist, sollten die ersten Fahrversuche ohne Fahrradanhänger erfolgen und erst wenn man das neue Gefährt „kennengelernt“ und ein Gespür dafür entwickelt hat, kann man weitere Fahrpraxis samt Fahrradanhänger sammeln.

Die ersten Fahrversuche mit Mountainbike und Fahrradanhänger sollten zudem ohne Beladung erfolgen. Dazu einfach kurze Passagen wählen, um den Bremsweg zu erkunden, ein generelles Fahrgefühl zu entwickeln und auch den breiteren Radius besser einschätzen zu können.

Speziell beim Bergabfahren wird man den Unterschied deutlich spüren. Achtung: Bordsteinkanten sind mit Anhänger besonders tückisch. Wenn man hier mit zu viel Geschwindigkeit einseitig drüber rast, kann der Anhänger ins Schleudern geraten und im schlimmsten Fall sogar kippen!

Tipp #5: Gut versorgt für die Tour

Eine ausführliche Planung ist bei längeren Touren mit Kindern besonders wichtig. Daher sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

  • Proviant: Gerade bei Ausflügen mit Kindern kommt der Hunger oder Durst oft plötzlich. Deshalb immer ausreichend zu Essen und Trinken mitnehmen.
  • Die Etappen so planen, dass sie nicht zu lang sind. Außerdem sollte ausreichend Zeit für Pausen eingeplant werden. Nicht nur die Mitfahrer im Fahrradanhänger freuen sich über Abwechslung, auch Kinder die bereits selbst mit dem Bike unterwegs sind, sind froh, wenn sich ihre Beine zwischendurch erholen können.
  • Für genügend Abwechslung sorgen: dies betrifft nicht nur die Strecke, auch die Beschäftigung im Fahrradanhänger sollte diverse Variationen bietet. Das hält nicht nur bei Laune, sondern sorgt auch für eine entspannte Tour.
  • Bei der Planung bietet es sich an, Strecken zu wählen, auf denen man zwischendurch zum Beispiel einen kurzen Badestopp einlegen kann. Das motiviert die Kids schon bei der Planung, da sie stets ein Ziel vor Augen haben. 🙂

 

Autor: Gerald Bacher von Zweiradkraft.com